Die bayerischen Einzel-Hallenmeisterschaften waren in den vergangenen Jahren für die LG Sempt nur punktuell eine Erwähnung wert. In diesem Jahr war dies komplett anders. Die Sportler in den lila Dressen überzeugten auf breiter Front und sammelten 8 Medaillen – davon 4  Goldene – und überzeugten  mit einer zusätzlichen Reihe von Platzierungen unter den Top8.

So zeigte sich z.B. Ruben Mayer im Stabhochsprung der Männer und belegte nach überwundenen  3,80 Metern den siebten Rang. In der männlichen U20  ging Maximilian  Ertl an den Start. Im  Rahmen der Vorbereitung zur Mehrkampf-DM in der neuen Altersklasse absolvierte er einige Disziplinen. Im Flachsprint  qualifzierte er sich in 7,37  sec  für das  B-Finale,  in dem er dann nicht mehr antrat. Vorher hatte  er  im  Hürdensprint schon in  8,52  sec eine  neue PB aufgestellt. Auch der  Stabhochsprung endete ebenso mit einer guten Leistung von 4,00 Metern  wie der Weitsprung mit 6,30 Metern.  Alle Leistungen brachten ihn in  die Nähe des Podests (Platz 4 oder 5)  aber nie aufs Stockerl.

In der  weiblichen  U20 war Leonie Schmid unterwegs. Verpasste sie  im  Weitsprung mit der PB von 5,55 Metern als 4. das Podest  nur um 1 Zentimeter,  konnte sie sich im Kugelstoß nach erzielten 11,98  Metern über die Silbermedaille freuen. Einer der  Starter in der U18 war Jan Noras, der über 400 Meter die ansprechende Zeit von 53,49  sec  ins Ziel brachte und einen guten 6.Rang erzielte. Besser erging es dann  Emil  Oppelt der  in einem taktischen 3000-Meter-Rennen 4 Runden vor Schluss die  Iniative ergriff und sich in 9:15,66 min den Titel sicherte. Über 1500 Meter war  das Ziel eine gute Zeit, dies gelang in 4:00,81 min und wurde sogar noch mit der Silbermedaille belohnt.  Im Hochsprung war Ruth Schittenhelm unterwegs. Mit der neuen PB von 1,53 Metern errang sie eine guten  6.Platz

In der weiblichen U18 griffen dann die schnellen, jungen Damen ein.  In den Vorläufen  überzeugte Karin Weiß  in 8,11 sec  und Isabella Tikovsky meldete mit der PB von 7,69 sec ihre Titelambitionen an.  Auch Lena Orend  konnte mit  der Zeit von  8,26  sec überzeugen. Im Finale  lief Isabella dann vorneweg und steigerte sich auf 7,67 sec. Neue PB und der erste Meistertitel des Wochenendes.  Karin bestätigte im B-Finale in  8,12 sec nochmals ihre Form. Ähnliches Bild über 200 Meter – Isabella Tikovsky legte in ihrem Zeitendlauf die Zeit von 24,91 sec (natürlich PB) vor und  alle Konkurrentinnen bissen  sich daran die Zähne aus. Lohn für Isabella war der zweite Meistertitel. Karin Weis steigert sich auf  26,95 sec und wurde achtbare 12. Über 3000 Meter ging dann Julia Gützlaff an den Start  und steigerte ihre Bestleistung auf 11:39,21 min und wurde  gute 6. Einer der emotionalen Höhepunkte der Veranstaltung war  dann sicherlich die 4 x 200 Meter-Staffel der WU18. Leandra Lumengo fiel  kurzfristig  aus, sodass Christina Schätzl  kurzentschlossen in  die  Lindehalle  fuhr. Die 4 Mädels (Isabella, Karin, Lena und Christina) mussten im zweiten  Lauf ran und legten eine Zeit von 1:49,61 min vor. Danach begann das große Warten und Zittern. Nach dem vierten  Lauf stand fest, das mit  dieser Zeit  eine tolle Bronzemedaille errungen werden konnte und  die  Freude  kannte keine Grenzen  mehr. Im Hochsprung der U18  stellte Karlotta Hey  ihre PB mit 1,50 Meter ein, dies reichte  in einem  starken Feld aber nicht für einen vorderen Platz.  Auch die 4,91 Meter von Lena  im Weitsprung reichten nicht ganz,  7  cm fehlten  ihr zum Endkampf. Nur 4 cm fehlten Enna-Luisa Buschner im Kugelstossen zur Bronzemedaille. Mit 12,64  Metern verpasste sie das Edelmetall denkbar knapp.

In der M15 war  Armin Weiß am Start und konnte sich im Flachsprint in 7,73  sec  gleich stark  präsentieren und zog ins Finale ein. Dort lief er nochmals eine 7,80 sec und wurde guter Siebter. Die gleiche Platzierung errang er im  Kugelstoß  mit der Weite  von 10,03 Metern. In der W15 konnten  sich dann Bella Mann und Miriam Ertl  beweisen. Bella zog mit der PB von 8,18 sec ins Finale ein, in dem sie dann wegen Fehlstarts disqualifiert werden musste.  Elena Dax kam  nicht über 8,91  sec hinaus und musste nach dem Vorlauf passen. Im  Hürdensprint lief Miriam  PB (9,37 sec),  ebenso wie Bella in 9,30  sec. Das reichte  für Bella für den Sprung ins A-Finale in dem sie  mit 9,34 sec gute Fünfte wurde. Miriam konnte im B-Finale die Zeit exakt bestätigen und gewann  das  B-Finale. Zuvor hatte  sich Miriam da schon die Bronzemedaille im  Kugelstossen mit 12,12 Metern gesichert.  Rebekka  Wildmann gelangen hier 9,50  Meter. Es folgte die große Flugshow von Bella im Weitsprung. Vorher hatte  sie immer damit gehadert, das die 5-Meter-Marke nicht fallen wollte, diesmal  gelangen ihr in 6 Sprüngen eine tolle Serie mit 6 Weiten  über 5 Meter. Mit dem besten Sprung auf 5,36 Meter holte sich sich in einem  extrem engen und spannenden Wettkampf im 6.Versuch die völlig überraschende Silbermedaille. Am Sonntag konnte sich Miriam mit einem überlegenen Sieg noch die Goldmedaille im  Speerwurf abholen.  Starke 46,24  Metern bestätigten ihre Ausnahmestellung in Bayern in dieser Disziplin.