Der Auftritt der Semptler Athleten beim Germeringer LA‑Meeting wurde vor allem durch die Leistungen von Isabella Tikovsky in der U18 gekrönt. Nachdem sie bereits über 100 Meter mit 11,95 bzw. 11,96 Sekunden an die Spitze der deutschen Bestenliste gestürmt war, setzte sie im 200‑Meter‑Lauf noch einen drauf. Mit 24,38 Sekunden übernahm sie nicht nur Platz 1 der deutschen Jahresbestenliste, sondern erfüllte zugleich die U18‑EM‑Norm – ein herausragender Erfolg für die junge Markt Schwabenerin.
Nach dem EYOF‑Auftritt von Maresa Hense vor drei Jahren könnte damit erneut eine Semptlerin im Nationaltrikot stehen. Der Saisonverlauf wird zeigen, wohin die Reise geht – doch Isabella hat ihren Hut eindrucksvoll in den Ring geworfen, und die nationale Konkurrenz muss nun erst einmal kontern.

In der weiblichen U20 zeigte Marlene Schindlbeck einen stabilen Wettkampf und sprang 4,28 Meter weit. Im Hochsprung überwand sie 1,43 Meter, während Ruth Schittenhelm mit 1,52 Metern überzeugte. Über die 100‑Meter‑Hürden lief es für Ruth dagegen nicht optimal; mit 18,01 Sekunden blieb sie hinter ihren Erwartungen.
In der männlichen U18 startete Emil Oppelt über die Unterdistanz 800 Meter und glänzte mit starken 1:58,22 Minuten. Im Hürdensprint steigerten sich Robert Müller und Felix Frank nach verhaltenen Vorläufen im Finale auf 16,99 bzw. 18,25 Sekunden. Über 400‑Meter‑Hürden blieb Jan Noras in 58,82 Sekunden erstmals unter der Minutenmarke.
Im Stabhochsprung erreichten Robert und Felix mit 3,30 bzw. 3,00 Metern Bereiche ihrer persönlichen Bestleistungen. Felix ergänzte seinen Wettkampftag zudem mit 34,54 Metern im Diskuswurf.

Auch in der U18 der Mädchen war die LG Sempt breit vertreten. Über 100 Meter überzeugte Karin Weiß mit 12,62 Sekunden im Vorlauf und qualifizierte sich für das Finale, in dem sie mit 12,64 Sekunden ihre Leistung bestätigte. Lena Orend (12,94 sec) und Sophia Bezold (14,36 sec) zeigten ebenfalls solide Auftritte.
Über 200 Meter lief Karin starke 26,19 Sekunden. Im Weitsprung überzeugte Lena mit 5,04 Metern, während Rebekka Wildmann mit 4,34 Metern nicht ganz zufrieden war.
Im Kugelstoßen erreichte Enna‑Luise Buschner sehr gute 11,82 Meter und wurde Zweite. Mit dem Diskus erzielte sie 28,89 Meter, bevor sie im Speerwurf – als W15‑Athletin – mit 44,68 Metern den Wettbewerb gewann.

In der M15 zeigte der frischgebackene OBB‑Blockmeister Armin Weiß über 100 Meter 12,27 Sekunden und sprang 5,24 Meter weit. Vincent Schön (M14) kam über 100 Meter auf 15,71 Sekunden und im Weitsprung auf 3,54 Meter.
In der W15 sprintete Elena Dax in 13,56 Sekunden couragiert über 100 Meter, während die Hürdenzeit von 15,32 Sekunden hinter den Erwartungen blieb. Hier überzeugte Rebekka Wildmann mit 13,78 Sekunden. Im Kugelstoßen verpasste sie die 10‑Meter‑Marke mit 9,98 Metern nur knapp, während Miriam Ertl den Wettkampf mit 12,45 Metern gewann.

Ein echtes Ausrufezeichen setzte Bella Mann in der W14. Sowohl im 100‑Meter‑Sprint (12,71 Sekunden) als auch über 80‑Meter‑Hürden (12,16 Sekunden) sowie im Weitsprung (5,42 Meter) war sie an diesem Tag nicht zu stoppen und lieferte gleich drei Topergebnisse ab. Auf dem Weg zu ihrem ersten Mehrkampf der Saison stimmen damit sowohl die Sprint‑ als auch die Sprungleistungen.