Für die Jahrgänge der U16/U20 und U23 fand der bayerische Jahreshöhepunkt dieses Jahr in Aichach statt. Überragende Starterin in den Reihen der LG Sempt war dabei die Anzingerin Bella Mann, die nicht nur 3 Medaillen (davon 2 Goldene) erringen konnte, sondern in in einer Disziplin sogar an einem 52 Jahre alten Bayerischen Rekort rüttelte.
Die zwei Tage von Aichach begannen für Bella Mann am Samstag mit den 100 Meter – Läufen der Altersklasse W14. Schon im Vorlauf verbesserte sie ihre bisherige PB um fast 2/10-Sekunden auf starke 12,52 Sekunden und qualifizierte sich als Laufsiegerin direkt für das Finale. Hier kam es dann zum Aufeinandertreffen mit der starken Emma Scharf aus Wiesau, die diese Altersklasse im Sprint dieses Jahr dominiert. In einem sehr schnellen Rennen musste sich Bella dann der starken Oberpfälzerin geschlagen geben, sicherte aber mit neuerlicher PB und Vereinsrekord in 12,43 Sekunden einen tollen zweiten Rang. Am Sonntag folgten dann die Wettkämpfe im Weitsprung und im Hürdensprint. Im Weitsprung startete Bella mit 5,36 Metern stark, konnte sich in den nächsten 4 Versuchen aber nicht verbessern und lag zwischenzeitlich sogar auf Rang 3, hinter zwei Springerinnen aus Bad Kötzting. Im letzten Versuch gelang ihr dann die entscheidende Verbesserung. Mit einem Satz auf 5,58 Meter schockte sie die Konkurrenz und konnte sich doch noch den Meistertitel sichern. Derart gestärkt standen dann noch die Hürdensprints über 80 Meter an. Dort setzte Bella mit PB und Vereinsrekord bereits im Vorlauf eine Duftmarke. An die Leistung von 11,60 Sekunden kam keine Konkurrentin auch nur annhähernd heran. Die Krönung dann im Finale, mit der fast unglaublichen Zeit von 11,46 Sekunden holte sich Bella ihren 2 Meistertitel. Sie verpasste dabei den bestehenden bayerischen Rekord aus dem Jahr 1974 nur um 3/100-Sekunden.
Eigentlich noch der U14 angehörend ging Victoria Humbert im Speerwurf und Hürdensprint der W14 an den Start. Der Speerwurf ging zunächst nur zäh voran, bevor auch Victoria im letzten Versuch einen Wurf raushauen konnte, der erst nach 32,96 Meter landete. Dies bedeutete in einem engen Wettkampf am Ende den tollen 3.Rang. Im Hürdensprint musste sich Victoria erst an das Niveau gewöhnen, hier bedeuteten 14,38 Sekunden das Ende nach dem Vorlauf
Seit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Speerwurf in der Vorwoche surft auch Miriam Ertl die Erfolgswelle. Am Samstag gelang ihr im Kugelstoss eine deutliche Verbesserung ihrer PB mit der Kugel auf 13,11 Meter, was am Ende für eine tolle Silbermedaille gut war. Am Sonntag holte sie sich fast schon erwartet, die Goldmedaille im Speerwurf ab. 47,07 Meter reichten diesmal für den überzeugenden Sieg und den dritten Meistertitel für die LG Sempt. Als ambitionierte Mehrkämpferin zeigte Miriam dann auch, das ihr der Hürdensprint liegt, nach 12,32 sec im Vorlauf erreichte sie souverän das Finale, in dem sie die Leistung mit der Zeit von 12,38 sec bestätigte und am Ende gute 5. wurde. Rebekka Wildmann ging im Hochsprung der W15 an den Start und stellte mit 1,45 Metern ihre PB ein und wurde gute Siebte. Elena Dax war über die 1000 Meter am Start, für sie bedeuteten 13,68 sec das Aus nach dem Vorlauf.
In der M15 war Armin Weiß der einzige Vertreter in lila und konnte sich mit guten 11,83 sec über 100 Meter für den Endlauf qualifizieren. Hier zuckte er allerdings beim Start etwas zu früh und wurde disqualifiziert.
In der weiblichen U20 führte Leonie Schmid ihren verspäteten Saisonstart fort und konnte sich im Kugelstoßen nach 11,87 Metern über die unerwartete Silbermedaille freuen. In einem durchwachsenen Weitsprungwettkampf waren an diesem Sonntag dann nicht mehr als 5,05 Meter und Rang 7 drin. Bei den Jungs war Maxi Ertl am Start und konnte sich in Vorbereitung auf die BM im Mehrkampf über eine neue PB im Stabhochsprung freuen. Er steigerte seine Bestleistung auf 4,30 Meter. Im Weitsprung waren die weitesten Sprünge leider knapp ungültig, daher verblieb es am Ende bei 6,35 Meter und Rang 5.
