Mit großem Aufgebot ging die LG Sempt bei der Südbayerischen Hallenmeisterschaft an den Start. Mit mehr als 25 Athleten auf der Meldeliste waren wir in der Breite einer der größten Teilnehmervereine, und auch in der Spitze konnten wir uns über einige tolle Ergebnisse freuen. Höhepunkt war dabei der Sieg von Miriam Ertl im Speerwurf, mit dem sie sich an die Spitze der deutschen Bestenliste setzte.

Ihr Bruder Maximilian ging zum ersten Mal in der Klasse der U20 an den Start. Damit verbunden war die Umstellung auf die neue Hürdenhöhe von 99,1 cm. Maxi bekam das gut hin und erreichte in guten 8,66 sec einen tollen 4. Rang. Im Flachsprint gewann er seinen Vorlauf in der PB von 7,25 sec. Die Zeit konnte er dann im Finale der Spezialisten mit 7,27 sec nochmals bestätigen. Auch der Hochsprung lief für seine Verhältnisse mit übersprungenen 1,71 m ansprechend. In der weiblichen U20 gefiel Leonie Schmid mit einer neuen PB mit der Kugel (12,49 m), was ihr den 2. Rang einbrachte. Im Weitsprung verpasste sie dann mit 5,34 m das Podest als 4. nur knapp. Ruth Schittenhelm brachte 4,39 m in die Wertung und wurde 14., knapp vor Marlene Schindlbeck, die 4,11 m ablieferte.

In der männlichen U18 ging im ersten Jahr Robert Müller an den Start. Im Hürdensprint lieferte er gute 9,27 sec und wurde 8. Die gleiche Platzierung errang er im Hochsprung mit übersprungenen 1,65 m. Einen Platz nach vorne ging es mit der Kugel nach der ansprechenden Weite von 11,67 m. Aufs Podest lief Emil Oppelt über 800 m. Er war seinem Konkurrenten aus Neuburg immer auf den Fersen, allein er konnte ihn nicht überholen. Belohnung nach der neuen PB von 2:00,28 min war Rang 2 und die Silbermedaille.

In der weiblichen U18 gewann Isabella Tikovsky ihren Vorlauf in guten 8,13 sec und qualifizierte sich wie Karin Weiß (8,16 sec), Lena Orend (8,24 sec) und Leandra Lumengo (PB in 8,43 sec) für die Zwischenläufe. Christina Schätzl (8,78 sec) und Sophia Bezold (9,18 sec) blieben hier hängen. Im Zwischenlauf konnte sich Karin auf 8,11 sec steigern und genau wie Isabella (7,96 sec) das Finalticket buchen. Nun war für Lena (wiederum 8,24 sec) Schluss. Im Finale sicherte sich Isabella in 8,04 sec die Bronzemedaille, für Karin bedeuteten erneut 8,11 sec einen guten 5. Rang. Über 200 m lief Isabella dann sogar auf den Silberrang. Nur eine Konkurrentin war schneller als die Markt Schwabenerin, die 25,72 sec (PB) in die Wertung brachte. Karin benötigte 27,86 sec und wurde hier 11. Im 3000-m-Lauf ließ sich Julia Gützlaff nicht beirren und lief ihr Tempo. Nach 11:49,19 min stand der Bronzerang und damit der Sprung aufs Podium fest.

Nur Leandra war über die Hürden am Start, aber sie kam diesmal mit den Abständen gar nicht zurecht und erreichte nur eine Zeit von 11,14 sec. Im Hochsprung war Karlotta Hey unterwegs und wurde mit 1,45 m am Ende Siebte. Auch im Weitsprung reichte es nicht für eine Platzierung ganz vorne. Lena war mit 4,76 m (Rang 9) noch die Beste. Clara Obermeier sprang neue PB und erzielte 4,56 m. Enna-Luisa Buschner war im Wurf-/Stoßbereich unterwegs. Mit der Kugel kam sie auf 11,74 m (Rang 5) und mit dem Diskus auf 27,50 m (PB und Rang 6). Sophia Bezold konnte mit der Kugel 8,60 m erzielen.

In der M15 erzielte Armin Weiß im Flachsprint zweimal eine PB – nach 7,90 sec im Vorlauf steigerte er sich im Finale auf 7,87 sec und Rang 4. Auch mit der Kugel gab es eine PB (10,65 m), die ihm eine Bronzemedaille einbrachte. Noch besser lief es mit dem Diskus: 26,30 m bedeuteten PB und Rang 2. In der W15 ging Miriam Ertl in die Startblöcke. Im Hürdensprint erreichte sie eine solide Zeit von 9,66 sec, die sie auf Rang 9 brachte. Rebekka Wildmann benötigte 10,24 sec (PB) und wurde 18. Im Weitsprung reichte es für die beiden zu Weiten von 4,76 bzw. 4,12 m. Rebekka konnte sich dann beim Kugelstoßen über die erste Weite jenseits der 10-m-Marke freuen. 10,03 m bedeuteten Rang 5. Den Höhepunkt des Wettkampftages aus Semptler Sicht setzte dann Miriam Ertl. Im Speerwurf zeigte sie eine konstante Serie mit Würfen über 40 m und brachte 46,08 m in die Wertung. Neben dem Sieg bedeutete diese Weite natürlich PB und die Führung in der deutschen Jahresbestenliste.

In der W14 eröffnete Bella Mann mit dem Vorlaufsieg im Hürdensprint den zweiten Wettkampftag. 9,33 sec bedeuteten PB und den Sieg in der starken Konkurrenz. Auch im Flachsprint qualifizierte sie sich in 8,29 sec (PB) für das A-Finale. Luisa Stopp rannte ebenfalls PB (9,48 sec), schied aber nach dem Vorlauf aus. Im Finale gab es hinter der Siegerin ein knappes Rennen, Bella kam mit 8,35 sec ins Ziel und verpasste die Bronzemedaille um 8/1000 Sekunden im Fotofinish. Vibiana Schreiber ging über 800 m an den Start, konnte mit 3:25,48 min aber nicht vorne mithalten. Im Weitsprung konnte Bella dann ihren zweiten Sieg einfahren. In einem spannenden Wettkampf erzielte sie zum Schluss 4,96 m und konterte die Bestleistung, die ihre Konkurrentin im 5. Versuch aufgestellt hatte. Cecilia Felski ging im Kugelstoßen an den Start, konnte mit 6,91 m aber nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen.